
Die Ergotherapie dient der Funktionsverbesserung im motorischen, sensorischen, perzeptiven, kognitiven und psychischen Bereich.
Die Fortschritte des Rettungswesens sowie der modernen Akutmedizin konfrontieren uns mit einer wachsenden Zahl rehabilitationsbedürftiger Patienten. Die demographische Entwicklung mit immer mehr älteren Menschen akzentuiert diese Entwicklung. Vor allem in der Orthopädie, Rheumatologie, Psychiatrie, Neurologie, Neurochirurgie, Pädiatrie und Geriatrie sind ergotherapeutische Behandlungsmaßnahmen wichtiger Bestandteil einer umfassenden Rehabilitation.
Durch Einsatz in Ergonomie und Arbeitsplatzgestaltung nimmt die Ergotherapie heute einen hohen Stellenwert in der beruflichen Rehabilitation ein, um die in der modernen Arbeitswelt geforderte Flexibilität zu erhalten oder wiederzugewinnen.
Therapieverfahren in der Ergotherapie sind
Zum Einsatz kommen
Neben der Verbesserung von Funktionen und Funktionsabläufen kommt dem gestalterischen Ansatz große Bedeutung zu, da so kreativ-schöpferische Fähigkeiten des Behinderten gefördert werden. Kunsthandwerkliche Arbeit stimuliert die Phantasie, verschafft Anerkennung und hebt das Selbstwertgefühl.
Ergotherapeuten bedienen sich technischer Hilfen
Ziel der Arbeitstherapie ist die Verbesserung der physischen, psychischen und konzentrativen Belastbarkeit, Stabilisierung bzw. Steigerung der Arbeitsgrundfähigkeiten sowie Erhalt und Entwicklung von Fertigkeiten, die für die berufliche Wiedereingliederung benötigt werden.
Ziel der Belastungserprobung ist die Ermittlung der körperlichen, geistigen und seelischen Leistungsbreite eines Patienten, seiner sozialen Anpassungsfähigkeit sowie seiner beruflichen Wiedereingliederungschancen. Die Belastungsgrenzen werden durch Einsatz standardisierter Arbeitsproben aus verschiedenen beruflichen Tätigkeitsbereichen ermittelt.
Ergotherapeuten arbeiten im Angestelltenverhältnis oder selbständig in eigener Praxis.
Ergotherapeutische Fachabteilungen finden sich in orthopädischen, psychiatrischen, neurologischen und neurochirurgischen Kliniken, Unfallkliniken, Kinderkliniken, Sonderschulen, Kindergärten, Senioren- und Pflegeeinrichtungen, im Strafvollzug, in arbeitstherapeutischen Einheiten und in Werkstätten für Behinderte.
Im Anschluß an die grundständige 3jährige Ausbildung können durch Hochschulstudium Bachelor-oder Masterabschlüsse erworben werden, um hierdurch die Voraussetzungen für Tätigkeit in Forschung, Lehre und Leitungsfunktionen zu erwerben.