Grundlage der rehabilitativen Therapie ist die Fortsetzung aller zur Behandlung der Grunderkrankung notwendigen medizinischen Behandlungsmaßnahmen aus der Akutphase. Die ärztliche Überwachung erfolgt durch Ärzte für Neurologie mit zusätzlicher rehabilitativer Qualifikation.
Physiotherapeutische Behandlungsmaßnahmen dienen der Wiederherstellung und Stabilisierung sensomotorischer Funktionen. Nach einer differenzierten Befundaufnahme wird die Zielsetzung unter Berücksichtigung persönlicher Prioritäten festgelegt.
Folgende Therapieinhalte werden in der Physiotherapie vermittelt:
Folgende Therapiemethoden werden angewandt:
Die physikalische Therapie umfasst ein breites Spektrum an Methoden, die anhand der Befundaufnahme in den Therapieplan eingebracht werden.
Hierzu gehören:
Im Zentrum des ergotherapeutischen Handelns steht die Wiedergewinnung, Verbesserung und Erhaltung von Handlungskompetenzen in Alltag und Beruf. Die Rehabilitation umfasst auch das Erlernen von Ersatzstrategien bei nicht wiederkehrenden Funktionen, z.B. durch den Gebrauch von Hilfsmitteln. Dies geschieht sowohl in Einzel- als auch in Gruppentherapie. Motorische, sensorische, kognitive und sensoemotionale Beeinträchtigungen sollen durch den Einsatz ergotherapeutischer Maßnahmen reduziert werden und eine Erleichterung aller Alltagsaktivitäten herbeigeführt werden.
Ergotherapeutische Zielbereiche:
Unter anderem werden folgende Therapieverfahren eingesetzt:
In der Logopädie erfolgt eine gezielte Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckdiagnostik sowie ggf. die Erfassung gesichts- und mundmotorischer Defizite. Entsprechend der Befunderhebung erhalten die Patienten eine störungsspezifische Therapie, die sowohl in Form von Einzelbehandlungen als auch in Kleingruppen stattfinden.
Das Gruppenangebot umfasst eine Mimik-Übungsgruppe und eine Kommunikations-gruppe. Hierbei stehen neben dem Abbau kommunikativer Hemmschwellen vor allem die alltagsbezogenen und -praktischen Umsetzungen der erarbeiteten Strategien im Vordergrund.
Weiterhin finden beratende Angehörigengespräche zum Umgang mit den zumeist einschneidenden kommunikativen Einschränkungen statt.
Außerdem ist das Aphasie-Regionalzentrum dem ZANR angegliedert. Hier trifft sich jeden letzten Mittwoch im Monat die Aphasie-Selbsthilfegruppe.
Unter Chirotherapie versteht man die Diagnostik und Therapie (Schmerzlinderung, Muskelentspannung, Mobilisierung) von reversiblen funktionellen Störungen am Stütz- und Bewegungsapparat mit Hilfe von Handgriffen.
Der Begriff Manuelle Medizin ist der Chirotherapie gleichzusetzen. Neben Weichteiltechniken (Osteopathische Technik und Mobilisationstechniken) kommen auch Manipulationstechniken (eigentlicher chirotherapeutischer Handgriff) zur Anwendung.
Die Chirotherapie ist seit 1976 als Zusatzbezeichnung für Ärzte in Deutschland zugelassen. Der Schlüsselbegriff „Blockierung“ ist dabei veraltet, er hat einen nur mechanischen Ansatz im Verständnis der Manuellen Therapie. Der medizinisch korrekte Begriff lautet „Segmentale Irritation“.
Eine segmentale Irritation wird verursacht durch ein pathologisches Reflexverhalten mit Störung der Proprio- und Nozizeption, deren Verschaltung auf segmentaler Ebene und Beeinflussung durch zentral-nervöse Steuerung. Es entsteht eine reversible funktionelle Störung auf segmentaler Ebene, was der Patient als „Blockierung“ (eingeschränktes Gelenkspiel) empfindet.
Zusammenfassend kann mittels der Chirotherapie (Manuelle Medizin) ein eingeschränktes Gelenkspiel wieder beweglicher gemacht werden und letztlich damit eine Reduktion der Schmerzen erzielt werden.
In der Neuropsychologie werden anhand einer Eingangsdiagnostik kognitive Leistungsminderungen wie z.B. Probleme in den Bereichen Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis oder Handlungsplanung festgestellt. Sofern Defizite vorliegen, schließt sich eine gezielte Behandlung an.
Die Therapie kann einerseits zur Reduzierung der vorliegenden Beeinträchtigungen führen oder andererseits die Anwendung kompensatorischer Strategien (z.B. Gedächtnishilfen) vermitteln.
Die Einzeltherapie kann durch spezielles Eigentraining mit ausgewählten Computerprogrammen begleitet werden. Zudem besteht die Möglichkeit, die kognitiven Trainingsmaßnahmen unter Anleitung in Kleingruppen durchzuführen.
Bei Bedarf kann eine neuropsychologische Überprüfung der Fahreignung (Reaktionsvermögen, Sehleistung etc.) erfolgen.
Bei Berufstätigen kann eine berufliche Wiedereingliederungs-maßnahme vorbereitet werden. Hier wird auch die aktuelle psychische Situation unserer Patienten erfasst.
In Einzeltherapien werden Gespräche zur Krankheitsverarbeitung und zur Bewältigung der durch die Erkrankung bedingten veränderten Lebensumstände angeboten.
Eine enge Einbindung der Angehörigen in den therapeutischen Prozess halten wir für wichtig, deshalb finden auf Wunsch Beratungsgespräche im Verlauf der Rehabilitation statt.
Des weiteren bieten wir Gesprächsgruppen an, in denen krankheitsbezogene Themen bearbeitet werden können.
Körperbezogenes Entspannungstherapieverfahren wie „Autogenes Training“ dient unter anderem dem Stressabbau.
In Einzel- und Gruppensitzungen erhalten die Patienten Anregungen für eine gesunde Ernährung.
Zur praktischen Umsetzung bieten wir Kochveranstaltungen in der Lehrküche an.
Verschiedene unterstützende Maßnahmen und Anwendungen ergänzen das Therapieangebot. Ein wichtiger Bestandteil ist das Gesundheitstraining. Hier werden Wege zur gesunden und bewussten Lebensführung aufgezeigt.
Das Pflegeteam hilft in allen pflegerischen Bereichen.
Für Fragen zur
steht Ihnen und den Angehörigen die Sozialberatung zur Verfügung.